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15 Jahre WibeKi- Wir bewegten und wir bewegen Kinder

Nostalgie, Gegenwart und ein kleines Augenzwinkern Richtung Zukunft prägten den Feiernachmittag.
Inge Pirner, 1. Vorsitzende des TSV 1899 Röthenbach und Oliver Lang, Jugendleiter sowie Initiator und
Gestalter von WibeKi durften dazu Landrat Armin Kroder und die 2. Bürgermeisterin Katharina Heisig
begrüßen. Gäste waren ebenso Übungsleiter und Vertreter der Einrichtungen die an dem Konzept
maßgeblich mitgewirkt und damit in Berührung gekommen waren. Landrat Armin Kroder betonte die
Wichtigkeit seines Besuches, war doch das Landratsamt Nürnberger Land von Beginn an, an der
Entstehung des Projekts, insbesondere mit Bezug zum Thema Inklusion im Sport, beteiligt. Die 2.
Bürgermeisterin Katharina Heisig vertrat stellvertretend die Stadt Röthenbach, die unter dem
damaligen Bürgermeister Günther Steinbauer in Kooperation mit den Einrichtungsleitungen der
Kindertagestätten, Kinderhorte und Schulen den Weg für WibeKi ebnete.
WibeKi war und ist die Idee als Verein, den Sport dort anzubieten, wo die Kinder bereits sind, nämlich
in den Einrichtungen und damit möglichst alle Kinder zu erreichen. So war es nur folgerichtig, dass die
Leitung des Kinderhort Am Forstersberg, Christina Eckardt die gerade frisch sanierten Räumlichkeiten
der Einrichtung als idealen Ort für die Feierlichkeiten zur Verfügung stellte, war sie doch selbst eine
Fürsprecherin des Angebots und durch ihre Ideen und Erfahrungen mit externen Angeboten
maßgeblich am gelungenen Transfer des Sports in die Einrichtungen beteiligt.
Oliver Lang, Sozialpädagoge, Übungsleiter im Bereich Sport mit Kindern und inzwischen selbst für die
Stadt Röthenbach im Kinderhort Am Forstersberg tätig, war 2011 der Ideengeber sowie ausführender
Trainer von WibeKi. In einem zweitstündigen Rahmen schilderte er zunächst die Entstehung des
Angebots und stellte den Kern, nämlich die Sportstunden anhand einer Bewegungseinheit mit
Kindern des Kinderhorts vor. Ein besonderer Gast war die mittlerweile international erfolgreiche
Hochspringerin Ella Obeta, als eine der ersten WibeKi- Teilnehmerinnen. Zwischen 2011 und 2014
nahmen wöchentlich bis zu 200 Kinder an diesen Stunden teil. In Zusammenarbeit mit dem
Blindeninstitut Rückersdorf fanden damals auch Bewegungseinheiten für Kinder mit Behinderung
statt, teilwiese begleitet von Kindern aus dem AWO- Kindergarten Röthenbach.

Im weiteren Verlauf schilderte Oliver Lang zunächst, wie ehemalige Teilnehmer sich im Laufe der
Jahre sportlich entwickelt bzw. mit dem Thema Sport befasst haben. Zusätzliche sportartspezifische
Angebote ermöglichten den Kindern damals eine vielseitige Erprobung dieser und ermöglichten die
Beobachtung von Fähigkeiten und Talenten. Viele Kinder konnten dadurch an Abteilungen im Verein,
aber auch an andere Vereine weitervermittelt werden. Ella Obeta, die zusammen mit Ihrer Mutter
Silke Obeta die Feier besuchte, wechselte nach ihrer Zeit bei WibeKi zur LG Röthenbach. Der
nachfolgende Werdegang ist ebenso bekannt wie beindruckend. In diesem Zuge betonte Oliver Lang
auch wie wichtig die Zusammenarbeit und die Unterstützung durch die Eltern ist.
Das Projekt WibeKi, mit den geschilderten Inhalten und Zielen, im Übrigen unterstützt und organisiert
von Inge Pirner und dem damaligen Geschäftsführer des TSV, dem mittlerweile leider verstorbenen
Wolfgang Hellmann, endete 2014, nachdem es keine Möglichkeit zur Weiterfinanzierung gab. Die
Übernahme der sportlichen Inhalte in das Kindersportprogramm sowie erfolgreiche neue Angebote
wie Geräteturnen und Eltern- Kind- Turnen prägen bis heute das Angebot des TSV im Sinne von
WibeKi.
War das Projekt, gerade hinsichtlich der Vielzahl an Kindern, die daran teilnahmen, übrigens auch
außerhalb Röthenbachs in Einrichtungen aus Lauf, Schwaig, Rückersdorf, Leinburg, Diepersdorf und
Nürnberg ein großer Erfolg, betonte Oliver Lang zum Schluss aber auch nochmal die Wichtigkeit des
Breiten- und Leistungssports und die notwendige Unterstützung für diesen, insbesondere auch durch
Sportvereine, die über die Basis verfügen. Ein kleiner Wink nach Norwegen, das Land, welches hier
eine hervorragende Basis bereitet wäre als Vorbild für Deutschland wünschenswert um den Sport
weiter zu stärken.